Tierquälerei melden

Wenn Sie ausgehungerte, misshandelte, kranke Tiere sehen, Hunde die draußen ohne Hütte oder Wasser an der Kette Leben, verletzte Katzen oder auf einen illegalen Züchter aufmerksam werden, dann verschließen Sie nicht die Augen.

 

Als Erstes müssen die Umstände dokumentiert werden. Dazu können Sie Fotos von der Situation machen, ohne fremde Grundstücke zu betreten.

Versuchen Sie heraus zu finden, wem die Tiere gehören und nehmen Sie Kontakt mit diesem oder den Nachbarn auf. Vielleicht können durch ein freundliches Gespräch Missstände geklärt und behoben werden.

Es geht darum, den Tieren zu helfen und nicht den Haltern zu schaden.
Nicht selten sind die Halter überfordert und brauchen Hilfe.

 

Wenn die Tierhalter unfreundlich werden oder uneinsichtig sind, können Sie per Online- Formular (auch anonym) Anzeige erstatten.

Dazu folgen Sie bitte folgendem Link:

 

http://bienetreanimal.wallonie.be/home/plaintes.html

 

 

Bei Missständen auf Bauernhöfen können Sie auch die AFSCAR kontaktieren:


Sankt Vith
Aachener Straße 101
B-4780 SANKT VITH
BELGIEN
Tel.: + 32 80 29 11 90
oder  + 32 478 87 62 13 (Nur in Notfällen und außerhalb der Arbeitszeiten)

 

 

Auch die Polizei und der Bürgermeister sind verpflichtet, Tierschutz relevante Missstände aufzunehmen und der Sache nachzugehen. 


Ausschnitte vom belgischen Tierschutzgesetz

 

Kapitel III – Tierhaltung

 

Art. D.8 §1.  Jede Person verschafft dem von ihr gehaltenen Tier eine Ernährung, Pflege und Unterkunft oder einen Unterstand, die bzw. der für seine Art, seine physiologischen und ethologischen Bedürfnisse, seinen Gesundheitszustand und seinen Entwicklungs-, Anpassungs- oder Domestizierungsgrad angemessen sind.

Der Raum, die Beleuchtung, die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Belüftung und die Umgebungsbedingungen entsprechen den physiologischen und ethologischen Bedürfnissen der Tierart.

 

Art. D.9 §1. Niemand darf die Bewegungsfreiheit eines Tieres derart einschränken, dass es vermeidbaren Schmerzen, Leiden oder Verletzungen ausgesetzt ist. Ein Tier darf nicht ständig angebunden sein.

In den Fällen, die nicht gegen Absatz 1 verstoßen, verfügt das angebundene oder eingesperrte Tier über ausreichend Platz und Bewegung entsprechend seinen physiologischen und ethologischen Bedürfnissen.

 

Art. D.10 – Jedes im Freien gehaltene Tier verfügt über einen natürlichen oder künstlichen Unterstand, der es vor den negativen Auswirkungen von Wind, Sonne oder Regen bewahrt.

 

Ist kein Unterstand im Sinne von Absatz 1 vorhanden oder falls Wetterbedingungen herrschen, die das Wohlbefinden des Tieres beeinträchtigen, wird es an einen angemessenen Unterbringungsort gebracht.